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MB 1124 AF
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MB Unimog
SW 2000-Tr
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Ford Transit
MTW / MTF
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MZB
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Ein Feuerwehrfahrzeug ist ein Kraftfahrzeug (nach DIN auch Anhänger), das die Feuerwehr im Rahmen ihrer Einsatztätigkeit verwendet. Um im Straßenverkehr Wegerechte in Anspruch nehmen zu können, sind die Feuerwehrfahrzeuge speziell gekennzeichnet und mit Sondersignalen ausgestattet. In Europa sind sie meist rot (z.B. RAL 3000) bzw. leuchtrot (z.B. RAL 3024) lackiert und haben je nach Land ein Folgetonhorn und eine oder mehrere blaue, in Spanien gelbe und in den USA rote Rundumkennleuchte.

Feuerwehrfahrzeuge sind üblicherweise in Feuerwachen untergebracht.

Ein Feuerwehrfahrzeug muss besonders gestaltet und eingerichtet sein zur Aufnahme
- einer Besatzung
- einer feuerwehrtechnischen Beladung
- von Lösch- und sonstigen Einsatzmitteln

Die Auswahl eines Feuerwehrfahrzeuges richtet sich nach verschiedenen Gesichtspunkten
- der Größe des Ortes,
- der Topografie des Einsatzgebietes,
- den hauptsächlichen Gefahrenquellen im Einsatzgebiet.

Feuerwehrfahrzeuge nehmen als Einsatzfahrzeuge innerhalb der Nutzfahrzeuge von jeher eine Sonderstellung ein. Die Bürger verknüpfen mit ihnen hohe Erwartungen. Dementsprechend hoch sind die Anforderungen, die bezüglich Bau und Ausrüstung gestellt werden.

Historisch bedingte Einteilung

Die heute gebräuchliche Einteilung der Feuerwehrfahrzeuge in unterschiedliche Varianten beruht weitgehend auf ihrer historischen Entwicklung.

- Löschfahrzeuge dienen vorrangig dem Zweck des Löschens von Bränden, der Menschenrettung und zur Durchführung von technischen Hilfeleistungen kleineren bis mittleren Umfangs. Löschfahrzeuge werden unterteilt in die Kategorien Tanklöschfahrzeuge, Löschgruppenfahrzeuge, Tragkraftspritzenfahrzeuge und sonstige Löschfahrzeuge.
o Löschgruppenfahrzeuge sind die Allround-Fahrzeuge unter den genormten Löschfahrzeugen der deutschen Feuerwehren. Ihre Besatzung besteht aus einer Löschgruppe, d. h. neun Personen. Ausgerüstet sind Löschgruppenfahrzeuge mit einer fest eingebauten Fahrzeugpumpe, Leitern, umfangreichen Gerätschaften zur Brandbekämpfung und zur technischen Hilfeleistung. Ein Teil der Löschgruppenfahrzeuge (z.B. LF 16/12, LF 24) ist mit einem Wassertank ausgerüstet. Aktuell genormt sind: LF 10/6, HLF 20/16 und LF 20/16 sowie das nur noch für den Katastrophenschutz genormte LF 16-TS. Zu den nicht mehr genormten aber noch viel vertretenen Löschgruppenfahrzeugen gehören: LF 8, LF 8/6, LF 16 und LF 16/12
o Tanklöschfahrzeuge transportieren große Mengen Löschmittel (hauptsächlich Wasser, z.T. Schaummittel), sind mit einer fest eingebauten Pumpe ausgestattet und verfügen in der Regel wegen des größeren Löschmitteltanks über weniger Gerätschaften und über kleinere Besatzungen (entweder sechs Feuerwehrleute, "Staffelbesatzung" oder drei Feuerwehrleute, "Truppbesatzung"). Die meisten Tanklöschfahrzeuge verfügen über einen Allradanrieb. Aktuell genormt sind ausschließlich Truppfahrzeuge: TLF 16/24 Tr.,TLF 20/40 und TLF 20/40 S (mit Schaum). Zu den nicht mehr genormten aber noch viel vertretenen Löschgruppenfahrzeugen gehören: TLF 16/25 (Staffel) und TLF 24/50 (Trupp).
o Tragkraftspritzenfahrzeuge sind die kleinsten selbstfahrenden Löschfahrzeuge bei den deutschen Feuerwehren. Sie sind mit Material zur Brandbekämpfung und zur Durchführung technischer Hilfeleistungen kleineren Umfangs - z.B. mit Werkzeugkästen und Feuerwehräxten - ausgerüstet. Genormt sind zwei Typen von Tragkraftspritzenfahrzeugen: Das Tragkraftspritzenfahrzeug TSF und das Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Beide führen eine mit vier Einsatzkräften transportable Tragkraftspritze (TS) mit, die jeweils einzige Pumpe des Fahrzeugs. Das TSF-W hat im Gegensatz zum TSF einen Wassertank mit 500l Inhalt. Diese Fahrzeugnorm wurde eingeführt, um die Schlagkraft kleiner Feuerwehren zu erhöhen. Die Besatzung beträgt bei beiden Typen jeweils sechs Personen.
o sonstige Löschfahrzeuge sind nicht oder nicht mehr genormt. Besonders bei Werkfeuerwehren oder bei Feuerwehren in großen Städten kommen aber durchaus Fahrzeuge vor, die über spezielle Löschmittel verfügen. So gibt es z.B. Pulverlöschfahrzeuge (auch: Trockenlöschfahrzeuge TroLF bzw. Trockentanklöschfahrzeuge TroTLF), die größere Mengen Löschpulver zur Einsatzstelle transportieren können, spezielle Schaumlöschfahrzeuge, die nur Schaummittel oder ein einsatzfertiges Schaum-Wasser-Gemisch mit sich führen. Weiterhin gibt es Löschfahrzeuge, die aufgrund ihrer Löschmittelzusammenstellung oder einer anderen Beladung nicht in das Normschema passen.
- Hubrettungsfahrzeuge sind in der Mehrzahl Drehleitern, aber auch Gelenk- und Teleskopmasten. Sie dienen zur Menschenrettung, zur Brandbekämpfung von außen und auch zur Ausleuchtung von Einsatzstellen.
- Fahrzeuge zur technischen Hilfeleistung: Rüstwagen und Gerätewagen sind für technische Hilfeleistungen ausgerüstet. Sie sind meist nur mit drei Personen besetzt, um möglichst viele Geräte und schwere Aggregate transportieren zu können. Alle Rüstwagen verfügen über eine eingebaute Seilwinde, ein Stromaggregat und manchmal auch einen Ladekran. Für die technische Hilfeleistung gibt es diverse Spezialfahrzeuge, so u.a.:
o Kranfahrzeuge: Da bei technischen Einsätzen die zu bewegenden Lasten immer größer werden, werden auch Kranfahrzeuge, von einfachen Ladekränen bis zu schweren Autokränen, die auch Eisenbahnwagen heben können, bei der Feuerwehr eingesetzt. Diese werden auf Grund der Kosten naturgemäß nur bei einzelnen Stützpunkten, die ein großes Gebiet abdecken, stationiert. Normalerweise werden diese jedoch von kommerziellen Anbietern gestellt, die über eine Notfall-Rufbereitschaft verfügen.
o Spezialfahrzeuge für Gefahrguteinsätze sind besonders ausgerüstet für Einsätze mit Gefahrgut oder radioaktiven Stoffen. Hierzu gehören auch spezielle Messfahrzeuge.
- Rettungsfahrzeuge. In Gemeinden, in denen der Rettungsdienst von der Feuerwehr wahrgenommen wird, sind Rettungs-, Notarzt- und Krankenwagen auch Feuerwehrfahrzeuge.
- Fahrzeuge für den Katastrophen und Umweltschutz sind Fahrzeuge wie der ABC-Erkundungskraftwagen, GW-Messtechnik, Container Umweltschutz, Dekon Personen und Geräten.
- Sonstige Fahrzeuge Dazu gehören Führungsfahrzeuge, Mannschaftstransportfahrzeuge, Schlauchwagen, zur Wasserversorgung ablegener Einsatzstellen - vor allem in ländlichen Gebieten - , Wechselladerfahrzeuge, LKW, PKW, Motorräder, und diverse sonderangefertigte Fahrzeuge.

Allround-Fahrzeuge

Fortschritte in der Entwicklung der Fahrzeugtechnik (leichtere Materialien wie Aluminium, stabilere Konstruktionen, leistungsfähigere Motoren) ermöglichen es, Funktionen, die vorher von unterschiedlichen Fahrzeugen wahrgenommen werden mussten, in einem Fahrzeug zusammenzufassen. Als erstes wurden Löschgruppenfahrzeuge mit einem Wassertank ausgestattet, um bei einem Brandeinsatz keine Zeit für den Aufbau einer Löschwasserversorgung zu verlieren. Diese Fahrzeuge hätte man "Tanklöschgruppenfahrzeuge" nennen können, nannte sie jedoch in Deutschland verwirrenderweise weiterhin Löschgruppenfahrzeuge. Tatsächlich haben heute die meisten Typen von Löschgruppenfahrzeugen Löschwasser an Bord. Waren bei alten Tanklöschfahrzeugen noch die Wassertanks von außen erkennbar, so sind sie heute im Inneren der Geräteräume untergebracht, so dass Löschgruppenfahrzeuge und Tanklöschfahrzeuge heute für den Laien kaum noch voneinander zu unterscheiden sind.
Als nächster Schritt wurden Geräte zur technischen Hilfeleistung (insbesondere der hydraulische Rettungssatz und am Fahrzeugrahmen befestigte Seilwinden) mit in die Beladung von Löschgruppenfahrzeugen aufgenommen. Diese Fahrzeuge heißen beispielsweise Rüstlöschfahrzeuge in Österreich, Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF) oder Lösch-Hilfeleistungsfahrzeuge (LHF) in Deutschland. Somit sind Allround-Löschfahrzeuge mit hohem taktischem Einsatzwert entstanden. Näheres ist den länderspezifischen Artikeln zu entnehmen.
Bei vielen großen Wehren sieht das langfristig angelegte Fahrzeugbeschaffungskonzept vor, nur noch diese modernen Löschgruppenfahrzeuge (und natürlich Drehleitern) für den Ersteinsatz zu verwenden. Ausrüstung oder Material für größere Einsätze wird in Abrollcontainern oder auf einem Wechselaufbau vorrätig gehalten und im Bedarfsfall von Wechselladerfahrzeugen zur Einsatzstelle gebracht.
Sonderformen dieser Allroundlösungen sind Hilfeleistungstanklöschfahrzeug (HTLF) und Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF).
Die Funktionen "Löschfahrzeug" und "Drehleiter" in einem Fahrzeug zusammenzufassen, wurde in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach versucht, doch keines dieser Konzepte konnte sich durchsetzen. Entweder war das Kombinationsfahrzeug zu groß und zu schwer oder die Drehleiter war zu kurz. Hinzu kommt, dass an vielen Einsatzstellen die Positionen für Drehleiter und Löschfahrzeug unterschiedlich sein müssen. Beispielsweise wird die Drehleiter an der Fensterfront benötigt, um Personen zu retten, während das Löschfahrzeug in der Nähe des Hauseingangs aufgestellt werden muss. Mit einem Kombinationsfahrzeug wäre somit oftmals kein optimaler Einsatz möglich. Nichts desto trotz zeigte sich in den letzten zwei Jahren eine Tendenz zur Anschaffung solcher Kombinationsfahrzeuge. Vor allem kleinere Feuerwehren, die aufgrund von geänderten gesetzlichen Bestimmungen nun doch eine Drehleiter vorhalten müssen zeigen Interesse an solchen Lösch- Leiterkombinationen. Mittlerweile werden auch Gelenkmast- Rüstwagen- kombinationsfahrzeuge von verschiedenen Herstellern angeboten

Sonderlöschfahrzeuge

Sonderlöschfahrzeuge sind Feuerwehrfahrzeuge, welche von den üblichen in großer Zahl hergestellten und verwendeten stark abweichen und deshalb nicht den herkömmlichen Fahrzeugtypen zuzuordnen sind. Sie sind zumeist sehr teuer und werden deshalb nur von großen Feuerwehren verwendet. Diese Fahrzeuge sind meistens stark den örtlichen Gegebenheiten angepasst.